29. Juni 2020

Hast Du diese körperlichen Stresssymptome?

Stressabbau

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Leidest Du möglicherweise bereits unter ersten Anzeichen von Stresserkrankungen? Hier findest Du die körperlichen Stresssymptome – und was Du dagegen tun kannst!

Jeder spricht heute von Stress. Und dass wir zu viel davon haben. Doch stellen wir uns vielleicht einfach nur an? Sind wir gar verweichlicht und halten nichts mehr aus?

In Gesprächen mit der Kriegs- und Nachkriegsgeneration könnte man manchmal den Eindruck gewinnen. Immerhin ist unser Leben ein Traum im Vergleich!

Stresssymptome – alles Quatsch?

Stress ist zunächst mal ein völlig natürlicher Teil des Lebens – sowohl für Menschen als auch alle anderen Lebewesen.

Denn darunter versteht man jeden Einfluss, der in irgendeiner Art und Weise für Druck oder Anspannung sorgt.

Jedes Mal, wenn wir auf eine neue Situation reagieren müssen, wird unser Organismus Druck ausgesetzt – und startet die körperliche Stressreaktion.

Dabei werden eine Menge Hormone freigesetzt, um körperlich und geistig schnell reaktionsbereit zu sein:

  • Atmung, Herzschlag und Muskelspannung werden erhöht
  • Muskeln erhalten extra Energie
  • Instinkte werden verschärft
  • das bewusste Denken reduziert
  • im Moment unnötige körperliche Vorgänge werden zurückgefahren (Immunsystem, Fortpflanzungstrieb, Verdauung)

Stress bei unseren Vorfahren

Ich liebe das anschauliche Beispiel für eine natürliche Stressreaktion – unsere Vorfahren und der Säbelzahntiger. Denn genau dafür hat sich die körperliche Stressreaktion entwickelt:

Um dem gefährlichen Säbelzahntiger zu entkommen, musste der Körper alle verfügbaren Ressourcen in Kampf oder Flucht investieren.

Symptome von zu viel Stress mit dem Säbelzahntiger

Da darf man nicht lange Grübeln und Analysieren, sonst hat das Raubtier in uns ein Mittagessen. Deshalb übernehmen die Grundinstinkte des primitiven Gehirns die Reaktion. Das mag weniger elegant und durchdacht aussehen, aber es sichert das Überleben.

Alles, was im Moment von Kampf oder Flucht nicht überlebenswichtig ist, erhält auch im Körper keine größere Aufmerksamkeit:

  • Immunsystem? Erstmal schauen, ob wir das in einer Stunde überhaupt noch brauchen.
  • Verdauung? Kümmern wir uns drum, wenn wir wissen, dass wir nicht selbst verdaut werden.
  • Libido? Haha – wir haben ja wohl gerade andere Sorgen!

Sobald die Sache ausgestanden ist und der Säbelzahntiger gemütlich über dem Feuer brutzelt, läuft alles wieder in geordneten Bahnen. Der ganze Körper entspannt und erholt sich.

Stress im modernen Alltag

Anhand dieser Vorgänge lassen sich auch die Symptome von zu viel Stress im Alltag des digitalen Zeitalters erkennen.

Denn unser Körper reagiert auf Stress noch immer vorsichtshalber so, als ob wir uns einem gefährlichen Raubtier gegenüber sehen.

Sicher kennst Du das: Wann immer Dein Gehirn bewusst oder unbewusst eine Gefahr wahrnimmt

  • klopft das Herz lauter und schneller
  • der Mund wird trocken
  • die Atmung flach und schnell
  • die Muskeln summen mit Anspannung und Energie

Dabei ist es allerdings egal, ob es tatsächlich ums Überleben geht (die Wohnung wurde gekündigt oder der Arbeitsplatz abgebaut). Oder ob es sich um eine unerwartet große Rechnung oder eine angespannte Beziehung handelt.

Stress als Frage der Bewertung

Hier unterscheidet sich auch, ob Du eine Belastungssituation als stressig oder beflügelnd erlebst: Wenn Du weißt, dass Du der Herausforderung gewachsen bist, dann konzentrierst Du Dich und löst die Aufgabe.

Und die ursprüngliche Anspannung (Stressreaktion) löst sich wieder, sobald Du das Gefühl hast: Alles unter Kontrolle.

Doch was ist, wenn Du Dich überfordert fühlst und nicht weißt, wie Du mit einer schwierigen Situation umgehen kannst?

Dann läuft die Stressreaktion so lange ab, bis Du Dich wieder entspannen kannst. Wenn es dazu nicht kommt (weil Du die Situation nicht gelöst bekommst), dann wird der Stress chronisch.

Chronischer Stress und seine Symptome

Wenn wir uns die Stressreaktion anschauen, dann erkennen wir auch recht schnell die Symptome von zu viel Stress im Alltag. Um zu erkennen, ob Du unter zu viel Druck stehst, gehen wir hier etwas mehr ins Detail:

Körperliche Stresssymptome:

  • Herz-Kreislauf-Beschwerden wie hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen & Verspannungen im Rücken oder Nacken
  • Tinnitus (Ohrgeräusche) & Hörsturz
  • Magengeschwüre & Verdauungsstörungen
  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit & Libidoverlust
  • verstärktes Schmerzempfinden
  • häufige Erkältungen oder Infektionen am/im Körper
  • Schlafprobleme (Einschlaf- oder Durchschlafprobleme)

Mentale Symptome von zu viel Stress:

  • innere Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gedächtnisprobleme
  • Depression
  • Gefühl der Überforderung
  • anhaltende Erschöpfung
  • Unfähigkeit abzuschalten
  • Lustlosigkeit
  • Gereiztheit und schnelles Genervtsein
  • Hoffnungs- und Ausweglosigkeit

Mögliche langfristige Folgen von chronischem Stress:

  • Erschöpfungssyndrom (Burnout) mit teilweiser oder völliger Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen
  • Herzinfarkt & Hirninfarkt
  • Übergewicht
  • Substanzmissbrauch (Alkohol, Drogen, Tabak)
  • gestörte oder kaputte Beziehungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Depression
  • Tumore durch herabgesetztes Immunsystem

Hast Du Stresssymptome an Dir entdeckt?

Ich möchte Dir keine unnötige Angst machen – Stress ist wohl eher selten der alleinige Auslöser für eine dieser Erkrankungen.

Doch es hilft sich vor Augen zu halten, dass Stress kein Luxusproblem ist. Es ist nichts, dem man sich nur widmen muss, wenn man sonst keine Probleme hat.

Denn wir vergessen oft, wie eng Körper und Psyche zusammenarbeiten und sich gegenseitig beeinflussen.

Stress mag vordergründig im Kopf wahrgenommen werden, doch der gesamte Körper ist immer mit beteiligt. Inklusive aller Folgen, wenn es nicht zur Entspannung kommt.

Was also tun?

Hilfe bei zu viel Stress

Wenn Du bereits Sympome von zu viel Stress an Dir entdeckt hast, dann sind das die nächsten Schritte:

  1. Besprich Deine Symptome auf jeden Fall mit einem Arzt!
  2. Ziehe eine Therapie mit einem Psychotherapeuten, Psychologen oder Heilpraktiker für Psychotherapie in Erwägung. (Hier findest Du Therapeuten in Deiner Nähe.) So kann jemand konkret mit Dir an Deinen Stressauslösern und dem Umgang damit arbeiten.
  3. Setze Selbstfürsorge zur Priorität in Deinem Alltag, um so viel wie möglich Entspannung zu integrieren. Das ist der Schritt, womit Du direkt beginnen kannst.

Selbstfürsorge zum Stressabbau

Es kann etwas dauern, bis Du es zum Arzt schaffst oder einen Platz beim Therapeuten ergattern konntest. Deshalb habe ich einen Kurs entwickelt, um selbstständig Stress im Alltag abzubauen: Endlich Zeit für mich. Er ist natürlich in keiner Weise ein Ersatz für therapeutische Hilfe.

Doch er ist die perfekte Ergänzung zur Therapie – und für alle leichten Fälle eine hervorragende Gelegenheit, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Nutze also die Gelegenheit, um in ein weniger stressiges Leben zu starten.

Denn niemand sollte dauerhaft so gestresst durchs Leben gehen, dass Körper und Seele davon krank werden.

Dafür ist Dein Leben einfach zu wertvoll.

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