3. Juli 2020

Ist Nein-Sagen egoistisch?

Stressabbau

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Wenn Du Nein-Sagen lernen möchtest, doch zweifelst, ob es egoistisch ist, dann hilft Dir dieser Artikel, ohne schlechtes Gewissen Grenzen zu setzen – die ultimative Form der Selbstfürsorge.

Vor 30 Jahren war die Welt eine andere und die Schwerpunkte in der Erziehung lagen meist noch darauf, aus Kindern anständige Bürger zu machen. Gerade in der DDR war es nicht sonderlich förderlich, wenn man aufmüpfig etwas verweigert und so ist es völlig verständlich, dass auch meine Eltern nicht viel davon hielten, wenn wir Kinder zu etwas nein sagten. Sich abgrenzen können, starke Persönlichkeiten fördern, Selbstschutz und Persönlichkeitsentfaltung sind erst relativ neue Schlagworte in Elternratgebern.

Ich gehöre zu den Menschen, die einige klassische Wesenszüge von Erstgeborenen aufweisen, darunter die Neigung zum Perfektionismus, und wenn all das mit dem Erziehungsstil der 80er Jahre im Ostblock zusammenkommt, dann ist es nicht verwunderlich, dass ich auch als junge Erwachsene ein Nein nur selten als Option betrachten konnte. Zu groß war die unbewusste Befürchtung, dass ich damit andere verletzen könnte, egoistisch wäre, Erwartungen nicht erfülle, etwas verpassen könnte oder mich jemand weniger mögen würde.

Nein-Sagen für Perfektionisten

Ganz klassisch für einen Perfektionisten in einem Helferberuf wie dem der Krankenschwester zeigten sich bei mir innerhalb weniger Jahre  nach Einstieg ins Berufsleben deutliche Zeichen von Burnout. Zusammen mit Bandscheibenvorfall und Tinnitus hätte ich eigentlich früher darauf kommen können, dass mir mein Körper etwas sagen möchte, aber wie so oft, wenn man zu nah dran ist, sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich erinnere mich noch an mein ungläubiges Entsetzen, als mir im Zuge der Therapie nahegelegt wurde, meine Grenzen (auch die, die mein Körper äußert) zu respektieren und das Nein-Sagen zu üben.

Als hätte jemand meiner Uroma die Verwendung eines Smartphones erklären wollen, genau so fassungslos war ich über die Aufforderung, einer Einladung/Anfrage/Erwartung nicht nachzukommen, wenn es mich unter Druck setzt. Dieses Konzept kam in meiner Welt nicht vor. Ich könnte ja jemanden damit verletzen oder verärgern und das wiederum stand auf einer Stufe mit Gotteslästerung, wenn nicht höher.

Es brauchte noch einige Therapiestunden, bis ich die Frage nach dem Egoismus hinter einem Nein entspannter sehen konnte. Wie sich herausstellen sollte, war dieser Lernprozess von größter Wichtigkeit, um die nächste Lebensphase im Ausland „zu überleben“. Oder es überhaupt dahin zu schaffen. Denn ohne ein Nein an die Erwartungen meines Umfeldes wäre ich überhaupt nicht an den Punkt gekommen, für zwei Jahre im Ausland zu arbeiten. Und ohne diesen Schritt hätte ich heute nicht das tolle Leben, das ich genießen darf.

Nein-Sagen als Burnout-Prävention

Den Segen des Nein-Sagen-Könnens schätze ich auch jetzt, fast 15 Jahre nach der Therapie, fast täglich. Immer wieder ist es notwendig, in sehr stressigen Phasen meine Prioritäten auszuloten und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Das klingt je nach Persönlichkeit und Prägung vielleicht egoistisch. Ist es aber bei genauerer Betrachtung und innerhalb einiger Rahmenbedingungen nicht. Wie diese aussehen, was man unter Egoismus versteht und welches eingebaute Alarmsystem auch ohne rote Lämpchen auskommt, das erkläre ich in meinem eBook „Ist Nein-Sagen egoistisch?“, was Du als Newsletter-Abonnent kostenlos im VIP-Bereich findest.

Wenn Du handfeste Argumente brauchst, dann hol Dir direkt noch das kostenlose eBook. Und dann erzähle mir doch von Deinen Erfahrungen mit dem Nein-Sagen. Ist das für Dich nie ein Problem gewesen? Kämpfst Du damit? Findest Du es egoistisch? Ich freue mich, wenn Du mir einen Kommentar hinterlässt und davon berichtest!

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Tags

Abgrenzung, Burnout, Grenzen setzen, Ja-Sagen, Nein, Nein-Sagen, Nein-Sagen-Können, persönliche Überlastung


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