16. Juli 2020

Emotionales Essen

Emotionales Essen, Intuitive Ernährung, Stressabbau

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Fühlst du dich hilflos, wenn es um emotionales Essen geht? Greifst du ab und zu – oder regelmäßig – nach Süßigkeiten, Chips, Torte oder Eis, obwohl du eigentlich satt bist? In diesem Artikel entdeckst du einen neuen Weg, damit umzugehen!

Ich bin davon überzeugt, dass emotionales Essen einer der Hauptgründe für das steigende Gewicht in westlichen Ländern ist. Essen ohne Hunger – und Stress. Doch während der Effekt von weniger Stress nur sehr diffus im Essverhalten zu spüren ist, zeigt der Stop des emotionalen Essens sofort Wirkung.

Immerhin nehmen wir durch den gefühlt fremdgesteuerten Griff in die Haribotüte hunderte und sogar tausende von Kalorien zu uns, die unser Körper eigentlich nicht braucht.

Emotionales Essen – ein Kampf

Solange dieser Kampf nicht beendet ist, bringt auch mehr Wissen über gesunde Ernährung wenig Erfolg. Immerhin futtern die wenigsten zu viel Schokolade aus Unwissenheit über ihren Nährstoffgehalt.

Wir kennen die Szenen aus den Filmen: Bei Liebeskummer versinkt die Heldin vorübergehend mit einer großen Eispackung auf der Couch, während sie sich abwechselnd mit Sprühsahne und Häagen Dasz tröstet.

Oder nach einem Streit wird ärgerlich eine Salzbrezel nach der anderen vertilgt. Und auch Stress ist ein beliebter Auslöser für emotionales Essen. Irgendwie wird der Abgabetermin mit einer Packung Kekse neben dem Computer erträglicher.

Emotionales Essen & Diäten

All das trifft jedoch besonders auf Menschen zu, die Erfahrung mit Diäten haben. Denn natürlich schlanke Menschen, intuitive Esser ohne Diätkarriere, neigen deutlich weniger zu diesem Verhalten. Bei Stress ist sogar die „normale“ Reaktion, dass einem der Appetit vergeht.

Dr. Traci Mann beschreibt in ihrem Buch, wie viele Studien sie rund ums Thema Essen durchgeführt hat, und immer wieder zu diesem Schluss kommt: Diäten bringen Körper und Geist so durcheinander, dass unser natürliches Essverhalten nicht mehr erkennbar ist.

Ich habe bereits ausführlich über die vielen Gründe geschrieben, die gegen Diäten sprechen. Und ihre Auswirkung auf emotionales Essen sind nur ein weiterer Grund, warum du dich damit nicht länger stressen solltest. Zumindest, wenn du Ruhe in dein Essverhalten – und dein Leben – bringen möchtest.

Viele Ansätze – wenig Erfolg

Die Autorin Geneen Roth ist nach einer abgefahrenen Diätkarriere zur Expertin im Thema emotionales Essen geworden. Ihre Anleitung zum normalen Essen sieht erstmal unspektakulär aus:

  1. Iss, wenn Du körperlichen Hunger hast.
  2. Iss das, wonach Dein Körper wirklich verlangt.
  3. Hör auf zu essen, wenn Du angenehm satt bist.
  4. Iss im Sitzen und in einer ruhigen Umgebung.
  5. Iss ohne Ablenkung.
  6. Iss in Gegenwart anderer (also nicht heimlich oder versteckt).
  7. Iss mit vollem Genuss und voller Freude.

Das ist für viele einfacher gesagt als getan. Noch interessanter ist ihre Interpretation: Jedes Mal, wenn du nicht nach diesen Grundsätzen isst, gibt es einen emotionalen Hintergrund dafür.

Meine Suche nach der Ursache

Also habe ich die letzten Jahre damit verbracht, die Ursachen herauszufinden, die mich daran hintern, diese Grundsätze zu befolgen. Denn so sehr ich auch nach dem Ende meiner letzten Diät wieder zum intuitiven Esser wurde – das emotionale Essen hielt sich hartnäckig.

Ich versuchte meine Vergangenheit aufzuarbeiten, um tiefere Wunden als Ursache für emotionales Essen auszuschließen. Doch ich weiß nicht, wie es dir geht – das ist ein überwältigendes Projekt!

Gleichzeitig versuchte ich es mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln: EFT. Atemübungen. Meditation. Hypnose. Fühlen. Erlauben. Erinnern. Nahrungsergänzungsmittel. Und 4000 Euro für Coaching.

Während dieser Zeit habe ich dem Thema noch zwei tiefgehendere Artikel gewidmet: „Gefühle ohne Essen bewältigen“ und „10 Auslöser für Essen ohne Hunger-und was sie Dir sagen wollen„. 

Endlich Schluss mit emotionalem Essen

Doch die Probleme mit all diesen Ansätzen ließen sich nicht wegdiskutieren:

  • Der Fortschritt war sehr diffus – wann weiß ich schon, dass ich genug aufgearbeitet habe…
  • Manchmal konnte ich beim besten Willen keinen emotionalen Auslöser für den Griff zur Schokolade ausfindig machen – sie schmeckt einfach lecker…
  • Und in dem Moment, wo sich der Gedanke einmal breit gemacht hat, WOLLTE sich ein Teil von mir gar nicht mehr vom Essen abhalten lassen – da nützt auch die beste Technik nix…

Als ich endlich auf einen Ansatz aus der Hirnforschung stieß und ihn auf das emotionale Essen anwandte, wurde alles anders.

Von jetzt auf gleich war Schluss. Den einen Abend griff ich noch scheinbar hilflos zu Eis, Gummibärchen und Chips. Am nächsten Abend lag ich entspannt – und erstaunt – voller Ruhe auf der Couch und die Süßigkeitenschublade blieb zu. Und am nächsten Abend wieder. Wie auch an allen folgenden Abenden seither.

Ich hatte erkannt, dass Gefühle nur eine untergeordnete Rolle spielen. Denn das Hauptproblem ist eine falsche Verknüpfung im Gehirn – die sich einfach und dauerhaft beheben lässt.

Und habe seither auch einen neuen Blick auf die sieben Regeln von Geneen Roth. Denn im Grunde sind sie genau das – auch nur wieder neue Regeln fürs Essen. Und davon haben wir bereits genug – und sie erreichen das Gegenteil von dem, was wir uns wünschen:

Eine gesunde, entspannte Ernährung nach den individuellen Vorgaben des eigenen Körpers – ohne Stress und Verbotsliste.

Denn genauso erlebe ich es seit meinem Durchbruch: Ich esse kaum noch Süßes, ohne mir irgendetwas zu verbieten. Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr beim Griff zu „ungesunden“ Lebensmitteln und dafür einen großen Appetit auf Frisches.

Alles umsonst?

War nun all die Arbeit, die ich in das Bewältigen meiner Vergangenheit gesteckt habe, umsonst? Überhaupt nicht! Ein Auto fährt auch besser, wenn viele kleinere und mittlere Holprigkeiten behoben werden. Doch wenn die Bremse kaputt ist, dann hat die Reparatur derselben wahrscheinlich den allergrößten Effekt auf dein Fahrerlebnis…

Diese „kaputte Bremse“ reparieren – dabei würde ich dir gern helfen. In meinem Online-Seminar „Emotionales Essen beenden“ erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie es zu dieser falschen Verknüpfung in deinem Gehirn kam – und vor allem, wie du sie unkompliziert wieder los wirst.

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  1. Klar. Aber das finde ich ehrlich gesagt noch viel komplizierter als meine Ernährung nach bestimmten Richtlinien umzustellen.
    Mein Mann isst nach den „regeln“ die oben genannt sind. Er isst aber 3 mal so viel wie ich und ist trotzdem ein Strich in der Landschaft. Ich glaube nicht dass sein „Zuviel“ essen emotionale Hintergründe hat- außer dass es ihm eben schmeckt und er ein Genuss Mensch ist. Wenn ich das tun würde, würde ich aus allen Nähten platzen.
    Aber essen ist eben mehr als Kalorien Aufnahme um dem Körper notwendige Nährstoffe zuzuführen. Es hat immer ein Stück weit auch einen emotionalen, sozialen Hintergrund.
    Ich möchte mir nicht bei allem was ich esse Gedanken machen ob ich jetzt so viel esse weil ich ein Defizit in einem anderen Bereich habe. Deswegen ist es für mich schon sinnvoll einfach Dinge zu essen, von denen ich viel essen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und bestimmte Dinge von meiner Liste zu streichen, bzw zu einer andren Tageszeit als abends vor dem schlafen zu mir zu nehmen. Indem ich 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten Minimum einhalte habe ich dann auch wirklich Hunger. Ohne diese festen Regeln würde es mir schwer fallen. Mir gibt das echt Halt und Struktur. Und so lange habe ich es noch nie geschafft ein Gewicht zu halten.
    Ich glaube nach wie vor mal muss etwas finden das zu einem passt. Für mich ist der psychologische Ansatz alleine nicht ausreichend. Ich genieße es dann auch mal so richtig zu schlemmen (und auch bewusst dann wenn ich einen miesen Tag hatte) weil ich weiß dass es dazu gehört auch mal alle Regeln über Bord zu werfen.
    (Ich finde Low Carb übrigens total alltagstauglich)

    1. Liebe Alex, dieser Artikel ist nicht für Menschen geschrieben, die happy sind mit ihrer Ernährungsweise, sondern für diejenigen, die mehr wollen als Regeln und einen Ausweg aus dem Kampf mit dem Essen suchen. Ich freu mich für Dich, dass es Dir so gut geht damit!

      1. Das war nicht als Kritik gemeint. Hab nur den Aufruf am Ende befolgt 🙂 und von meinen Erfahrungen mit dem Thema berichtet. natürlich kenne ich als Frau das emotionale Essen genau. Wollte damit nur sagen dass ich es anstrengender fände über jeden Bissen nachzudenken (warum esse ich das jetzt, bin ich nicht schon satt? Wo ist mein iPod?) als um bestimmte Lebensmittel zu bestimmten Tageszeiten einen Bogen zu machen. Das ist nur meine momentane Meinung.
        Ich freue mich aber dass es bei dir so gut funktionieren und beneide dich dass auf diese Weise abends deine leckere carbonara essen kannst. Das schmeckt zum Frühstück nicht so lecker. 😉

        1. Ach, Alex, so war das nicht gemeint. Es war ein unglücklicher, müder Samstagabend-Versuch, schnell noch deutlich zu machen, dass ich das Thema niemandem überbraten will, der nicht an der Stelle nach Veränderung sucht. Dein Kommentar klang etwas defensiv und ich wollte nur schnell zum Ausdruck bringen, dass es kein Angriff auf diejenigen ist, die happy mit Regeln sind 🙂
          Ich hätte vielleicht auch im Artikel erwähnen sollen, dass es natürlich nur in der Lernphase mehr Aufmerksamkeit erfordert, so wie das Autofahren während der Fahrschule. Ziel ist aber wie bei allem Lernen, dass man irgendwann nicht mehr drüber nachdenken muss und Essen einfach nur noch genießen kann.
          Dass Dein Mann so viel essen kann hat neben anderen Faktoren (zum Beispiel dass er einfach ein Mann mit höherem Grundumsatz ist 😉 ) mit Sicherheit auch damit zu tun, dass er sich seinen Stoffwechsel nie mit irgendwelchen Diäten durcheinander gebracht hat, weil er im Grunde ein intuitiver Esser ist – ein natürlich schlanker Mensch, der mit vollen Zügen genießt, wenn er Hunger hat, aber auch selten isst, wenn er keinen Hunger hat. Auch intuitive Esser greifen manchmal zu, einfach weil sie auf etwas Lust haben – das ist Teil der Freiheit. Aber sie denken nicht großartig darüber nach, Essen ist kein großes Thema, es sei denn sie haben gerade Hunger. Seit ich weiß, dass das nicht Glück sondern (wieder)erlernbar ist (dazu dann mehr im nächsten Teil), kann ich mich mit weniger nicht mehr zufrieden geben. Diesen Umgang mit Essen fand ich immer schon sooo beneidenswert!

          1. Das nenn ich mal Ermutigung in Reinkultur für mich:
            „Seit ich weiß, dass das nicht Glück sondern (wieder)erlernbar ist (dazu dann mehr im nächsten Teil), kann ich mich mit weniger nicht mehr zufrieden geben.“

            Besonders ermutigend, wenn man täglich ebenfalls einem intuitiven gesunden Esser am Tisch gegenübersitzt 😉 Ich freu mich auf den nächsten Teil!

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